Hallo ihr Lieben 🫂
es wurde höchste Zeit, dass wir uns endlich wieder bei euch melden. Vor allem möchten wir euch von Herzen ein frohes neues Jahr wünschen – und euch einfach Danke sagen. Danke für euren unermüdlichen Einsatz, eure Geduld, euer Vertrauen und euer riesengroßes Herz für die Tiere 🫶 Ohne euch gäbe es diese Geschichte nicht.
Inzwischen sind wir vier – Adam, Nesh und wir – richtig im neuen Zuhause im Osten angekommen. Es hat etwas gedauert, bis wir alle zueinander und in einen gemeinsamen Alltag gefunden haben. Adam und Nesh mussten erst lernen, dass es hier Regeln gibt 😅 Adam hat das schnell verstanden – auch wenn er anfangs nicht sonderlich begeistert war. Schließlich hatte er vorher seine ganz eigene Couch, und die vermisst man dann doch ein bisschen.
Seit etwa zwei bis drei Wochen erleben wir etwas ganz Besonderes: Adam taut immer mehr auf. Er sucht inzwischen ganz bewusst unsere Nähe, und jedes kleine Zeichen von Vertrauen geht uns direkt ins Herz. Manchmal ist der erste Schritt für ihn noch schwer, dann zeigt er Übersprungshandlungen wie Kratzen oder Lecken. Aber jetzt, wo wir wissen, was dahintersteckt, können wir ihn viel besser auffangen und unterstützen. Die selbstgemachte Aloe-Vera-Salbe (tausend Dank an Kitty für diesen wunderbaren Tipp 💚) hilft ihm sehr – sein Bauch ist deutlich weniger gerötet, und er kratzt sich immer seltener. Uns ist aufgefallen das an einigen Stellen Haare wieder nachwachsen ☺️
Ich lerne jeden Tag ein bisschen besser, Adam zu „lesen“. Sein Grummeln, Brummeln und Jauchzen ist inzwischen wie eine eigene Sprache für mich geworden. Darüber teilt er unglaublich viel mit, und es fühlt sich an, als würden wir uns langsam wirklich verstehen. Vor dem Essen gehen beide auf ihre Plätze und legen sich hin, danach darf jeder einzeln zum Napf kommen. Es ist so schön zu sehen, wie gut das inzwischen klappt. Und wenn es ihnen einmal zu viel wird, ziehen sie sich ganz selbstverständlich auf ihre Rückzugsorte zurück.
Am Anfang haben sich beide kaum von sich aus in der Wohnung bewegt. Heute ist davon nur noch wenig zu spüren: Sie laufen frei umher, fühlen sich sichtbar sicherer und haben sogar keine Angst mehr, wenn ich staubsauge. Jeden Morgen kommen beide zum Kuscheln ins Bett – ein kleines Ritual, das wir alle sehr lieben. Adam hat auch schon ein paar Nächte mit bei uns geschlafen.
Beim Essen war Nesh anfangs noch sehr unsicher und kam jedes Mal zu uns. Inzwischen hat er gelernt, dass er auf seinem Platz bleiben darf – und dass sich Geduld lohnt.
Nach ein paar Wochen kamen dann auch die ersten Zoomies 😄 Drinnen wie draußen wurde plötzlich gerannt, gehüpft und gelacht – diese Momente sind einfach unbezahlbar.
Mittlerweile bleiben die beiden sogar regelmäßig ein paar Stunden alleine, teilweise bis zu sechs Stunden, und machen das wirklich großartig. Natürlich sind wir dabei trotzdem ein bisschen Helikopter-Eltern und beobachten alles über die Kamera 😅 Nesh fällt das Alleinsein noch etwas schwerer, Adam nimmt es erstaunlich gelassen.
Draußen an der Leine machen beide tolle Fortschritte. Der Weg ist noch lang, aber jeder kleine Schritt zählt. Nesh schafft es inzwischen, ohne Reize locker im Fuß zu laufen, was ihm sichtlich Sicherheit gibt. Adam läuft meist ruhig neben mir – nur bei Hundebegegnungen schlägt er noch öfter an. Nesh hingegen schafft es mit Unterstützung häufig, nur leise brummelnd vorbeizugehen. Auch fremden Menschen begegnen beide inzwischen viel offener.
Wir waren mittlerweile viermal bei meinen Eltern. Dort haben Adam und Nesh immer ihre festen Rückzugsorte, was ihnen sehr hilft. Zu all Weihnachten und Geburtstagen durften sie viele Freunde, Nachbarn und auch den anderen Familienhund kennenlernen (ebenfalls aus dem Tierschutz und schon älter). Man sieht jedes Mal deutlicher, wie sehr sie ankommen, wie ihr Vertrauen wächst und wie sie entspannen. Auf meine Familie freuen sie sich inzwischen richtig – inklusive vieler verteilter Küsschen 💋
Auch meine beste Freundin mit der kleinen Joy (ebenfalls aus dem Tierschutz, neun Monate alt und sehr ängstlich) gehört inzwischen fest dazu. Zweimal pro Woche gehen wir gemeinsam spazieren. Am Anfang war da noch viel Unsicherheit und Gebell, doch inzwischen können alle ganz entspannt nebeneinander laufen. Nesh ist sehr interessiert an Joy, und beide genießen diese gemeinsamen Runden sehr. Joy war sogar schon bei uns zu Besuch – und weil alles so gut funktioniert hat, sind wir über Silvester ein paar Tage nach Polen in ein Naturschutzgebiet gefahren, um dem Geböller zu entfliehen.
Die Autofahrt war diesmal ein riesiger Fortschritt: Nesh hat nicht mehr gehechelt und sich sogar entspannt abgelegt. Die beiden konnten dort einen wunderbar ruhigen, knallerfreien Urlaub genießen 🌲
Da hier schon Anfang Dezember viel geböllert wurde, haben sie sich inzwischen erstaunlich gut daran gewöhnt und reagieren kaum noch darauf.
Ganz in der Nähe haben wir nun auch einen eingezäunten Garten, in dem die beiden bald nach Herzenslust flitzen können – sobald der Schnee es zulässt ❄️
Jeden Tag gehen wir eine große Runde durch den Wald, meist an der langen Leine. Auch kleine Alltagsabenteuer wie Einkaufen oder eine Straßenbahn von außen kennenzulernen meistern sie inzwischen richtig toll.
Beim Futter haben wir ebenfalls unser Glück gefunden: ein wunderbarer BARF-Laden, aktuell mit erzgebirgischem Wildfleisch 🦌 Und man sieht es ihnen an – schönes Fell, wache Augen, und insgesamt wirken sie immer mehr wie Hunde, die angekommen sind.
Wir können gar nicht in Worte fassen, wie dankbar wir sind, dass Adam und Nesh nun bei uns sind. Sie gehören zu uns, und wir sind unglaublich froh, diesen Weg gemeinsam mit ihnen gehen zu dürfen 💛
Fühlt euch von Herzen gegrüßt aus Chemnitz von
Adam, Nesh, Marlon & Marie 🐾